Das Vocalensemble CAMERATA VOCALE HESSEN ist ein von Christof Becker gegründetes Ensemble, das in kleiner Besetzung Werke zur Aufführung bringt, deren Provenienz nicht den großen Oratorienbesetzungen entspricht. Neben Motetten aus verschiedenen Epochen brachte das Ensemble z.B. auch die Weihnachtshistorie von Schütz, Kantaten von Bach und die Missa Inventionis Sanctae Crucis von Joh. Caspar Ferd. Fischer zur Aufführung. Letztere erklang beim Schlusskonzert der Tage für Alte Musik 2006 in der Marienstiftskirche Lich. Das Ensemble arbeitet Projektbezogen und besteht aus erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die sich gerne auf anspruchsvolle Chorarbeit einlassen. Kontakt und Infos auch hinsichtlich des Vorsingens über Kantor Christof Becker.

Makellose Reinheit der Känge - Gießener Anzeiger - 10.04.2012

Camerata Vocale Hessen führt unter Leitung von Christof Becker Osterkantaten abseits des Üblichen auf

Einen reizvollen Konzertabend präsentierte am Ostersonntag das Vokalensemble Camerata Vocale Hessen, geleitet von Christof Becker, in der Licher Marienstiftskirche. Kongeniale Unterstützung leisteten die Capella Instrumentalis sowie als Solisten Nicole Tamburro, Michaela Wehrum, Andreas Wagner und Johannes Wilhelmi.

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Osterkantaten in der Licher Marienstiftskirche - Gießener Allgemeine - 10.04.2012

Inspiriert brachte die Camerata Vocale Hessen in Begleitung der Cappella Instrumentalis, verstärkt durch Solisten, am Sonntag in der evangelischen Marienstiftskirche Osterkantaten des 17. Jahrhunderts zur Aufführung.

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Die kammermusikalische Durchsichtigkeit des 14-köpfigen Chors beeindruckte schon zu Beginn in Friedrich Wilhelm Zachows Missa brevis »Christ lag in Todesbanden«. Unter Christof Beckers sorgsamer Leitung förderte das Vokalensemble zudem filigrane dynamische Nuancen zu Tage. Im Ganzen intensivierte die klare Räumlichkeit des Klangbildes die Wirkung.

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Ausdruck tiefsten Glaubens - Gießener Anzeiger - 06.09.2011

Großartige Darbietung: „Camerata Vocale Hessen“ singt Marienvesper in Lich

Von Klaus-J. Frahm

Die Solisten der Marienvesper (von links) Simone Schwark, Agnes Kovacs, Ralf Petrausch, Christian Dietz und Daniel Starke; im Hintergrund die „Camerata Vocale Hessen“. Foto: Frahm

„Jungfrau auserkoren, ohne Sünd’ geboren, uns von Schuld befreie, Hilfe uns verleihe.“ Voller Inbrunst erklangen die Bitt- und Preisgesänge der Marienvesper in der Marien-Stiftskirche in Lich. Die Besucher erlebten eine Darbietung, die die Atmosphäre eines Barockgottesdienstes in unsere Zeit holte.

Claudio Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“ (Marienvesper) gehört zu den bedeutendsten Werken der Kirchenmusik und ist wegen ihrer venezianischen Klangpracht ein musikalisches Erlebnis. 1610 geschrieben und vermutlich 1613 uraufgeführt geriet die Marienvesper später in Vergessenheit und wurde im Jahr 1932 neu entdeckt. Wegen seiner anspruchsvollen Komposition und der Besetzung mit alten Kirchenmusikinstrumenten ist die Marienvesper in den Konzertsälen und Kirchen nicht häufig zu hören.

Zur 500-Jahr-Feier der Marien-Stiftskirche Lich studierte Marien-Stiftskantor Christof Becker das Werk mit dem von ihm gegründeten Vokalensemble „Camerata Vocale Hessen“ ein. Für die instrumentale Begleitung gewann Becker eine „Capella instrumentalis“, die auf alten Instrumenten oder Nachbauten spielt.

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Musik zwischen Renaissance und Barock - Gießener Allgemeine - 06.09.2011

Lich (jou). Die »Camerata Vocale« Hessen widmete sich am Sonntag gemeinsam mit der Capella Instrumentalis, verstärkt durch Solisten, einem höchst anspruchsvollen, hörenswerten Werk: Claudio Monteverdis »Marienvesper«. Gleichwohl war die Marienstiftskirche leider nicht voll besetzt.

ti_marienvesper_060911_4c_1Vielleicht schreckte der wenig vertraut erscheinende Stil zwischen Renaissance und Barock manche Besucher ab – zu Unrecht, wie sich zeigte, war die Komposition doch in ihrer klaren Sprache durchaus zugänglich und zeugte von künstlerischer Experimentierfreude und Weitsicht. Vieles ist bei der auf Psalmen Davids, dem Hohelied Salomons, dem Magnificat und freier Motettendichtung basierenden, 1610 veröffentlichten »Marienvesper« ungeklärt. Nicht einmal, in welcher Form sie aufgeführt wurde, ist überliefert, auch die Besetzung lässt den Musikern Freiräume. Das vorzügliche historische Instrumentarium – neben Streichern, Orgel/Cembalo und Theorbe je drei Zinken und Posaunen – fügte sich ein in ein behutsames, stilgetreues interpretatorisches Gesamtkonzept. Sehr transparent sang der Chor den Psalm 112 »Laudate pueri«; Textwiederholungen unterstrichen die Aussage. Die Kontraste in Bewegungscharakter und Dynamik arbeitete das Ensemble unter der sorgfältigen Leitung von Kantor Christof Becker lebendig heraus. Auch die Solisten – Simone Schwark und Agnes Kovacs (beide Sopran), Ralf Petrausch und Christian Dietz (beide Tenor) sowie Daniel Starke (Bariton) – gefielen insgesamt durch kristallene, harmonisch aufeinander abgestimmte Gesangsweise und erzeugten dank großer Flexibilität einen selbst bei dichtesten Melismen natürlich wirkenden melodischen Fluss.

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4.9.2011 um 19.00 Uhr - Marienvesper

Herzliche Einladung

zur Aufführung der

"Marienvesper" von Claudio Monteverdi

am 4.9.2011 um 19.00 Uhr

Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“ datiert man auf das Jahr 1610, und die Widmung an Papst Paul V. lässt vermuten, dass der vom Mantuaner Hof enttäuschte Komponist sich damit für die Stelle des Musikchefs an St. Peter beworben hat. Daraus wurde bekanntlich nichts, dafür klappte es 1613 an San Marco in Venedig, wo Monteverdi bis zu seinem Tod wirkte.
All das ist nicht ganz sicher. Sicher ist, dass sich das frühe geistliche "Monumentalwerk“ seit seiner Neuentdeckung 1932 zu einem Standardwerk der Musica sacra entwickelt hat. Diese venezianische Klangpracht zieht  Musiker, wie Hörer in den Bann.

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