Recital auf dem Hammerflügel - Wege zu Beethoven

Neben seiner Tätigkeit an der Thomaskirche, musizierte J. S. Bach gerne mit seinem Collegium musicum im Zimmermannischen Caféhaus. Hierfür entstanden zahlreiche Instrumentalwerke.

In eben einer solchen Konzertankündigung aus den Leipziger Nachrichten von 1733 lesen wir:

„…dabey ein neuer Clavicymbal, dergleichen allhier noch nicht gehöret worden ….“

Die Musikwissenschaftlerin Eva Badura-Skoda legt in einer wissenschaftlichen Betrachtung dar, dass es durchaus sein könnte, dass damit der Nachfolger des Cembalos gemeint sein könnte, denn der Hammerflügel (wie wir ihn heute nennen) wurde anfangs durchaus noch als Cembalo bezeichnet.  

Johann Mattheson (Hamburg) hatte bereits 1725 Christoforis Hammerflügel bekannt gemacht. 

Von Italien aus, wo Christofori bereits um die 1720er Jahre das  "Cimblo con martellini“ (mit Hämmerchen) ersann, verbreitete sich das Instrument. Als erste Werke für dieses neue Instrument gelten die  "Sonate da cimbalo di piano e forte detta volgarmente di martelletti", Florenz 1732 von Lodovico Giustini.

Diesem Siegeszug hin zu den frühen Werken Beethovens wollen wir in dem 

Recital für Hammerflügel am Samstag, 15.02.20 um 17 Uhr

im Gemeindesaal der Marienstiftskirche Lich nachgehen.

Christof Becker spielt auf dem Nachbau eines Hammerflügels (1770)  von Joh. Andreas Stein. Diese Instrumente hat Wolfgang Amadeus Mozart sehr geliebt.

Zu Gehör kommen Werke von Giustini, J. S. und C.Ph. E. Bach, sowie W. A. Mozart, J. Haydn und L. van Beethoven. 

Der Eintritt ist frei - Möglichkeit zur Kollekte.