
Von 1631-1633 wurde das Orgelwerk durch die beiden großen Pedaltürme erweitert. Stand bis dahin die Orgel auf einer kleinen Empore im Chorraum (wo sich heute der Fürstenstuhl befindet), so wurde sie 1861 durch Johann Georg Fürster (Gründer der Orgelbauanstalt Förster & Nicolaus) auf den heutigen Standplatz, der Westempore versetzt.
Um das Jahr 1913 mußte die Orgel einen einschneidenden Umbau über sich ergehen lassen, wobei das Instrument leider weitgehend seinen historischen Charakter verlor.
1971 wurde eine ?Generalerneuerung? durchgeführt, wobei die pneumatische Traktur von 1913 wieder entfernt wurde und die Orgel mit ihrer mechanischen Tontraktur technisch und klang- lich auf den Stand der Zeit gebracht wurde. Im Jahre 2002 erreichte man mit der Ergänzung einiger wichtigen Register eine klangliche und disponelle Sättigung, die es erlaubt, Musik aus verschiedenen Epochen zu interpretieren.
Somit steht heute ein der fantastischen Akustik des Raumes adäquates Instrument zur Verfügung.
Disposition (2002)
Pedal |
Hauptwerk (II) | Rückpositiv (I) | Schwellwerk (III) |
| Prästant 16" Subba? 16" Oktavbass 8" Gedacktbass 8" Choralbass 4" Posaune 16" Trompete 8" Klarine 4" I/P II/P III/P |
Bourdon 16" Prästant 8" Rohrgedeckt 8" Oktave 4" Gedackt 4" Oktave 2" Mixtur 1 1/3 4-5fach Cornett 5fach Trompete 8" III/II I/II |
Holzgedackt 8" Prästant 4" Rohrflöte 4" Spitzflöte 2" Nasat 2 2/3" Terz 1 3/5" Sifflet 1" Scharff 3 fach 1" Cromorne 8" Tremulant III/I |
Geigenprinzipal 8"
Gedackt 8" Dolce 8" Schwebung 8" Prinzipalfugara 4" Nachthorn 4" Nasard 2 2/3"
Tierce 1 3/5" Piccolo 2" Plein jeu 2? 5-fach Basson 16" Trompette harm. 8" Obois 8 Tremulant |
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2012 feiert die Evangelische Kirche Hessen und Nassau das Jahr der Kirchenmusik unter dem Motto »Kirche macht Musik, Musik macht Kirche« – am Sonntagnachmittag wurde dieses Motto glänzend umgesetzt, ehe die Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg die Zuhörer zum Jahresempfang ins Gemeindehaus einluden. 
